Ist ein Überrollkäfig im Straßenverkehr legal oder nur auf der Rennstrecke erlaubt?
Ein Überrollkäfig im Straßenverkehr ist grundsätzlich erlaubt, erfordert aber eine offizielle Abnahme und Eintragung in die Fahrzeugpapiere. Ohne diese Zulassung erlischt grundsätzlich die Betriebserlaubnis des Fahrzeugs. Rennkäfige ohne Straßenzulassung sind ausschließlich für die Rennstrecke bestimmt.
Ein Überrollkäfig im Straßenverkehr ist nur dann legal, wenn er nach ECE- oder FIA-Norm gefertigt, von einem amtlich anerkannten Sachverständigen (z. B. TÜV oder DEKRA) abgenommen und in den Fahrzeugpapieren eingetragen wurde. Ohne diese Schritte erlischt grundsätzlich die Betriebserlaubnis gemäß §19 StVZO, was Fahrverbote, Bußgelder und im Schadensfall den Verlust des Versicherungsschutzes bedeutet. Konkretes Fallbeispiel: Ein Fahrer baut einen Überrollkäfig aus dem Motorsportbereich in sein Alltagsfahrzeug ein – ohne TÜV-Abnahme. Bei einer Polizeikontrolle wird das Fahrzeug aus dem Verkehr gezogen, da die Betriebserlaubnis erloschen ist. Zusätzlich verweigert die Kfz-Haftpflichtversicherung im Falle eines Unfalls die Regulierung des Schadens, weil das Fahrzeug technisch nicht zugelassen war. Straßentaugliche Überrollkäfige müssen zudem sicherheitstechnische Anforderungen erfüllen: Sie dürfen in der Regel keine scharfen Kanten im Fahrgastraum aufweisen und müssen mit Polsterungen versehen sein, um Insassen bei einem Unfall zu schützen. Rennkäfige hingegen sind für den Straßenverkehr generell nicht zulässig, da sie oft zu steif konstruiert sind und die Unfallsicherheit für nicht ausgerüstete Insassen verschlechtern.
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