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Können auch Slogans, Farben oder Töne geschützt werden?

Ja: Slogans, Farben und Töne können als Marke geschützt werden, wenn sie als Herkunftshinweis wahrgenommen werden. Entscheidend ist die Unterscheidungskraft; rein beschreibende Slogans scheitern oft. Bei Farben und Tönen sind häufig Nachweise der Verkehrsdurchsetzung sowie eine klare, reproduzierbare Darstellung erforderlich.

Schutz ist möglich, typischerweise über das Markenrecht (Wortmarke für Slogans, Farbmarke, Klangmarke). Maßstab ist, ob das Zeichen im Verkehr als Hinweis auf die betriebliche Herkunft funktioniert (Unterscheidungskraft) und keine absoluten Schutzhindernisse entgegenstehen. Beispiel: Ein Getränkehersteller nutzt seit Jahren konsequent ein bestimmtes Violett auf Dosen, Werbespots und Regalen. Er meldet die Farbe als Marke an und legt dafür eine exakte Farbcodierung sowie Marktdaten vor; zusätzlich belegt er durch demoskopische Gutachten, dass ein erheblicher Teil der Verbraucher das Violett dem Unternehmen zuordnet (Verkehrsdurchsetzung). Erfolgt die Eintragung, kann er gegen Wettbewerber vorgehen, die eine verwechselbar ähnliche Farbgestaltung für identische Waren einsetzen, insbesondere wenn dies eine gedankliche Verbindung oder Herkunftstäuschung auslöst. Bei Slogans hängt viel davon ab, ob der Spruch mehr ist als eine bloße Werbeaussage und sich als kennzeichnender Merksatz etabliert.

So unterstützt die Kanzlei beim Schutz von Slogans, Farben und Tönen

  • Prüfung der Schutzfähigkeit (Unterscheidungskraft, Freihaltebedürfnis, beschreibende Anteile) und Auswahl der passenden Schutzstrategie: Markenanmeldung, ggf. ergänzend Urheberrecht/Wettbewerbsrecht.
  • Strategische Ausarbeitung der Anmeldung: richtige Markenform (Wort-, Farb-, Klangmarke), präzise Darstellung (z. B. Farbcode, Audio-File), passgenaue Waren- und Dienstleistungsklassen.
  • Aufbereitung von Nachweisen zur Verkehrsdurchsetzung: Konzeption und Begleitung von demoskopischen Gutachten, Sammlung von Nutzungsunterlagen (Umsätze, Werbung, Reichweiten, Dauer/Intensität der Benutzung).
  • Durchsetzung und Verteidigung: Widerspruchsverfahren, Abmahnung/Unterlassung, einstweilige Verfügung/Klage sowie Abwehr unberechtigter Angriffe.
  • Praktische Leitlinien für die Nutzung: Brand-Guidelines, konsistente Verwendung zur Stärkung des Schutzumfangs und Minimierung von Kollisionsrisiken.
Stand: 15.04.2026

Die auf dieser Website veröffentlichten Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Rechtsberatung dar. Sie sind allgemeiner Natur und berücksichtigen keine individuellen rechtlichen Fragestellungen oder spezifischen Fälle. Für eine rechtliche Beratung, die auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten ist, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

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