Muss man bei einer Verkehrskontrolle pusten?

Bei begründetem Verdacht sind Sie verpflichtet, einem Atemalkoholtest oder einem Vortest auf Drogen Folge zu leisten; eine Verweigerung kann zu Führerscheinentzug, Zwangsmaßnahmen (z. B. Blutentnahme) und weiteren Sanktionen führen. Rechte wie das Anwaltsgespräch und die Aussageverweigerung zur Tat bleiben davon unberührt.

Ein Alkoholtest bei einer Verkehrskontrolle ist grundsätzlich freiwillig. Die Polizei darf jedoch bei begründetem Verdacht auf Alkohol- oder Drogenkonsum (z. B. Geruch, Fahrfehler, Auffälligkeiten) verlangen, dass Sie einen Atemalkohol-Vortest, einen Drogenschnelltest oder eine Blutentnahme durch einen Arzt, ggf. mit richterlicher Anordnung, durchführen (§ 81a StPO). Rechtlich relevant sind Schwellenwerte: ab ca. 0,5 ‰ drohen Ordnungswidrigkeitenfolgen, ab ca. 1,1 ‰ liegt regelmäßig absolute Fahruntüchtigkeit vor; bei 0,3 ‰ plus Fahrbeeinträchtigung kann ebenfalls eine Straftat vorliegen. Der Vortest dient nur der Erstfeststellung; verwertbare Beweise liefert meist die Blutprobe oder eine gerichtsverwertbare Atemalkoholmessung. Sie haben das Recht, vor der Aussage einen Rechtsanwalt zu kontaktieren; eine allgemeine Aussageverweigerung kann sinnvoll sein, um Tatvorwürfe nicht zu bestätigen. Procedere, Messgerätegenauigkeit und Belehrungen sind angreifbare Punkte, die zur Verteidigung genutzt werden können.

Unsere Leistungen bei Alkohol‑ und Drogenkontrollen

  • Erstberatung telefonisch oder vor Ort: Einschätzung der Lage, Verhaltenshinweise.
  • Akteneinsicht und Prüfung von Messprotokollen, Kalibrierungszertifikaten und Dienstanweisungen.
  • Prüfung der Rechtmäßigkeit einer Blutentnahme und ggf. Beantragung von Gutachten.
  • Verteidigung im Bußgeld‑ und Strafverfahren, Vertretung vor Führerscheinbehörde und Amtsgericht.
  • Durchsetzung von Nebenfolgenabwehr: Führerscheinrückgabe, Sperrfristminderung, Aufhebung von Fahrverboten.
  • Kontakt zu medizinischen Sachverständigen und forensischer Laborprüfung.
Stand: 01.10.2025

Die auf dieser Website veröffentlichten Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und stellen keine Rechtsberatung dar. Sie sind allgemeiner Natur und berücksichtigen keine individuellen rechtlichen Fragestellungen oder spezifischen Fälle. Für eine rechtliche Beratung, die auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten ist, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.

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