Eine Ordnungswidrigkeit bei Alkohol (typisch: Fahren ab ~0,5 ‰) ist ein verwaltungsrechtlicher Verstoß mit Bußgeld, Punkten und Fahrverbot; eine Straftat (z. B. §316 StGB — Trunkenheit im Verkehr ab ≥1,1 ‰ oder ab 0,3 ‰ bei konkreter Gefährdung/Unfall) löst ein Strafverfahren mit möglicher Geld- oder Freiheitsstrafe sowie Eintrag ins Strafregister aus. Verfahrensrechtlich unterscheiden sich Behördenzuständigkeit, Beweismaßstab und die Rechtsfolgen deutlich.
Bei alkoholbedingten Verstößen ist entscheidend, ob es sich um eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat handelt. Ordnungswidrigkeiten werden meist als Bußgeldverfahren geahndet und führen zu Geldbußen, Punkten in Flensburg und ggf. einem vorübergehenden Fahrverbot; typisch ist hier der Bereich um 0,5–1,09 ‰. Straftaten nach §316 StGB greifen bei absoluter Fahruntüchtigkeit (ab etwa 1,1 ‰) oder bereits ab 0,3 ‰ bei Anzeichen von Fahruntüchtigkeit in Verbindung mit Gefährdung oder Unfall; sie können Geld- oder Freiheitsstrafen, die Entziehung der Fahrerlaubnis und einen Eintrag ins Strafregister nach sich ziehen. Verfahrensmäßig leitet die Bußgeldstelle das OWi-Verfahren, die Staatsanwaltschaft das Strafverfahren; für Straftaten gilt der strengere Beweismaßstab (Schuldspruch nur bei hinreichender Sicherheit). Relevante Beweismittel sind Blut- bzw. Atemalkoholwerte, Messprotokolle, Zeugen und Unfallspuren; formale Fehler bei Probennahme oder Messung können entscheidend sein. Beispiel: Fahrer A fährt mit 0,8 ‰ und verursacht einen leichten Unfall — gewöhnlich Bußgeld, Punkte und 1–3 Monate Fahrverbot; Fahrer B hat 1,3 ‰ und verursacht denselben Unfall — Strafanzeige wegen Trunkenheit im Verkehr, mögliches Strafverfahren und Entziehung der Fahrerlaubnis.
Unsere Leistungen
- Erstberatung zur rechtlichen Einordnung (OWi vs. Straftat) und zur Einschätzung von Erfolgsaussichten.
- Akteneinsicht und Prüfung von Messprotokollen, Blutproben und Verfahrensfehlern.
- Verteidigung im Strafverfahren (§316 StGB) inkl. Stellungnahmen, Beweisanträgen und Gerichtsterminen.
- Einspruch gegen Bußgeldbescheide und außergerichtliche Verhandlungen mit Bußgeldstelle/Staatsanwaltschaft.
- Begleitung bei Maßnahmen zur Fahrerlaubnis (Fahrverbot vs. Entziehung) und Vorbereitung auf die MPU, falls erforderlich.
- Koordination mit Gutachtern, Laboren und medizinischen Sachverständigen.
Wir übernehmen kurzfristig Fristwahrung, Akteneinsicht und Vertretung vor Behörden und Gericht, um Sanktionen zu minimieren und Ihre Rechte durchzusetzen. Kontaktieren Sie uns für einen konkreten Falltermin.
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